3. März 2026

Bei sich bleiben: Wie Verbindung im Körper wieder spürbar wird


Kein neues Ich

Mit NeuroEmbodiment zurück zu deinem wahren Selbst

Kein neues Ich

Manchmal merken wir, dass wir etwas schon lange mit uns herumtragen, obwohl es sich innerlich nicht mehr richtig anfühlt. Wir halten durch, erklären uns selbst, warum es Sinn macht und funktionieren einfach weiter.

Vielleicht kennst du das: Du weißt im Kopf, was eigentlich richtig wäre, und trotzdem fühlt sich etwas in dir immer wieder eng, schwer oder falsch an. Du versuchst, diese Empfindung zu erklären oder sie beiseitezuschieben. Schließlich gibt es doch gute Gründe, weiterzumachen.

Doch manchmal liegt genau in diesem Gefühl eine wichtige Information. Dein Körper nimmt etwas wahr, das dein Verstand noch nicht einordnen kann.

Der Ausschnitt aus meinem Buch Kein neues Ich, den ich hier mit dir teile, erzählt von einer Entscheidung aus meinem eigenen Leben. Einer Entscheidung, die nicht aus einem langen Plan entstanden ist, sondern aus einem klaren inneren Gefühl. Aus dem Moment, in dem ich gemerkt habe: So kann es für mich nicht weitergehen.

Der Text lädt dazu ein, Verbindung anders zu betrachten. Als etwas, das spürbar wird, wenn wir aufhören, ständig gegen unsere eigenen Signale anzukämpfen, und wieder anfangen, uns selbst zuzuhören.



Aus dem Kapitel "SEIN: Wie wir mit NeuroEmbodiment
Verbindung wieder spüren können"

Plötzlich breitet sich in mir eine absolute Ruhe aus. Ich spüre, wie sie sich in meinem Körper ausdehnt. Mein Atem wird tiefer, der Brustkorb weiter, der Kiefer weich. Als würde etwas in mir loslassen. Ich sitze einfach nur da und doch entstehen in mir Weite und Klarheit.

Gerade habe ich die Entscheidung getroffen, meinen Job zu kündigen, obwohl ich erst wenige Wochen dort war. Meine Entscheidung fühlt sich jedoch nicht an wie eine Flucht oder ein Scheitern. Eher wie ein Heimkommen zu mir und zu etwas, das ich lange übergangen hatte.

Der Kontrast zu den Wochen davor könnte kaum größer sein. Ich hatte den Job schon mit einem unguten Gefühl angenommen und diese innere Regung wegerklärt, weil es sich nach einer zu guten Karrierechance angehört hatte. Doch schon nach kurzer Zeit wurde ich jeden Tag innerlich leerer. Ich fuhr weinend zur Arbeit und weinend wieder nach Hause. Am Wochenende lag ich erschöpft in meiner abgedunkelten Wohnung und kam kaum noch zu mir.

Die Menschen in meinem Umfeld waren der Meinung, ich solle es einfach ein, zwei Jahre durchhalten, weil mir danach jobmäßig alle Türen offen stünden. Also hielt ich fest und funktionierte. Ich versuchte, es mir schönzureden. Aber in mir wurde es lauter und angespannter. Und egal, wie sehr ich mich bemühte, ich konnte die innere Enge nicht mehr wegatmen.

Gleichzeitig war da eine leise Stimme in mir, die mir zuflüsterte, dass ich in diesem Job kaputtgehen würde. Doch ich hielt fest, weil ich glaubte, dass es das Richtige sei und weil ich gelernt hatte, Erwartungen zu erfüllen. Also überging ich mich weiter.

Bis jetzt. Bis zu diesem Moment. Es gibt keine Argumente mehr. Keine Gegenstimmen. Nur dieses stille, klare Ja in mir. Zum ersten Mal seit Langem fühle ich mich mir selbst näher als allem anderen. Ich habe mich nicht gegen den Job entschieden. Ich habe mich für mich entschieden.

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass Verbindung nichts ist, das wir herstellen müssen. Sie entsteht nicht durch das, was wir tun. Sie wird fühlbar, wenn wir bei uns sind und nicht mehr gegen uns arbeiten. Es braucht dafür keinen Plan und keine perfekte Klarheit. Es braucht nur einen inneren Moment der Aufrichtigkeit. Und die Entscheidung, nicht länger von uns wegzugehen.

Genau das ist für mich der Kern von Verbindung: bei uns zu bleiben, ohne irgendwohin zu müssen und dabei offen zu sein für alles, was da ist.

Damit das möglich wird, braucht es Umstände, in denen wir nicht mehr kämpfen müssen und keine Dringlichkeit besteht. Es braucht einen Raum, in dem wir nicht reagieren und in dem wir das, was sich zeigt, nicht wegdrücken müssen, auch wenn es unbequem ist.

Manchmal bedeutet das, langsamer zu werden, als wir es gewohnt sind. Manchmal, nicht zu handeln, obwohl der Impuls laut ist. Und manchmal, still zu werden, obwohl alles in uns ruft: Lauf! 

Und wenn wir diesen Prozess in seiner Essenz betrachten, wird spürbar, worum es wirklich geht: wieder ins Sein zu kommen, anstatt immer nur zu funktionieren oder zu leisten.


Moment mit dir

Im Jetzt ankommen und dich spüren

Im Jetzt ankommen und dich spüren

Vielleicht magst du dir jetzt einen Moment Zeit nehmen. Nichts muss anders sein. Nichts muss entstehen. Du musst nichts wissen, nichts leisten. Nur da sein, so wie du jetzt gerade bist.

Spür deinen Körper, ohne etwas verändern zu wollen. Vielleicht sitzt du. Vielleicht liegst du. Nimm die Schwerkraft wahr. Das Gewicht deines Körpers, das vom Boden oder dem Stuhl gehalten wird.

Lass deinen Blick langsam durch den Raum wandern. Nur um zu sehen, was da ist. Vielleicht das Licht, das durch ein Fenster fällt. Ein vertrauter Gegenstand. Eine Farbe, die dich anzieht.

Jetzt hör. Was ist hörbar? Geräusche in der Ferne? Etwas ganz Nahes? Vielleicht dein eigener Atem? Oder die Stille zwischen zwei Klängen?

Dann nimm deinen Körper wieder etwas genauer wahr. Ohne Druck. Ohne Leistung. Spür einfach nur: Wo nimmst du Kontakt wahr? In deinen Fußsohlen? Im Rücken? In den Händen?

Und wie ist dein Atem? Flach? Tief? Schnell? Langsam? Du musst ihn nicht vertiefen. Nur bemerken, wie er gerade ist.

Vielleicht gibt es irgendwo eine Körperstelle, die sich besonders deutlich meldet und sich durch ein Ziehen bemerkbar macht. Oder auch ein Gefühl von Enge? Und vielleicht spürst du auch ein Kribbeln oder einfach nur Ruhe. Auch das ist Spüren.

Lass für einen Moment alles so sein, wie es gerade ist. Kein Ziel. Nur du, in Kontakt mit diesem Moment. Mit deinem Körper. Mit dem Jetzt.

Wenn du möchtest, beende diesen Moment mit einer kleinen Geste: Leg eine Hand auf dein Herz. Oder auf deinen Bauch. Oder dorthin, wo du gerade etwas spürst.

Mein Buch "Kein neues Ich" kannst du jetzt bestellen. Es begleitet dich dabei, bei dir zu bleiben, auch wenn das Leben laut wird, und innere Verbindung im Alltag immer wieder neu spürbar werden zu lassen.

Jede Vorbestellung bedeutet mir sehr viel und hilft gleichzeitig, dass das Buch Menschen erreicht, die genau diese Art von innerem Weg gerade suchen.

Kein neues Ich

Buch

Kein neues Ich

Mit NeuroEmbodiment zurück zu deinem wahren Selbst

Ein Buch, das dir nicht sagt, was du tun sollst oder wie du zu sein hast, sondern das dich dabei begleitet, deine eigene Wahrheit zu finden und zu leben.