TLUN Podcast #002: Warum wir viel zu viel tun... und viel zu wenig sind

Mehr Sein weniger Tun Podcast Cover
16. Januar 2018

Willst du endlich mehr Sein, weniger Tun? Wahre, innere Zufriedenheit finden? Nicht mehr abhängig sein von äusseren Bedingungen? Oder davon, dass du irgendwelche Ziele erreichst - nur um dann festzustellen, dass du immer noch nicht glücklich bist und schon wieder dem nächsten Ziel hinterherjagst? Und willst du stattdessen das Glücklichsein in dir selbst finden?

Dann solltest du diese Episode unbedingt anhören!!!


In dieser Episode erfährst du:

  • Gründe dafür, warum wir uns so im äusseren Tun verstrickt haben aus der Sicht eines Konzepts aus der Yogaphilosophie
  • Was aus der Sicht dieser Philosophie der Weg zurück ins SEIN ist und wie wir damit mehr Zufriedenheit finden
  • Und 3 ganz konkrete Tipps, die du im Alltag anwenden kannst, um für dich raus aus dem TUN oder aus dem höher, schneller & weiter zu kommen, und rein ins SEIN, bzw. in tiefer, langsamer und näher…

Der Weg aus dem Tun raus und rein ins Sein führt über das Sich-Erinnern, dass wir schon perfekt und vollkommen sind. Dass wir genug sind, so wie wir sind und es nichts zu tun gibt, um unsere Vollkommenheit zu beweisen!

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#002 - Warum wir viel zu viel tun... und viel zu wenig sind

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Detailübersicht der Inhalte

00:00:00  - Intro
00:01:06​  - Aktuelle Ankündigung zur neuen Website
00:02:14  - Inhaltsübersicht
00:03:03  - Einführung ins Thema
00:08:58  - Zusammenfassung der drei Malas aus dem Kashmir Shivaismus
00:11:00  - Der Weg aus dem Tun ins Sein
00:12:37  - 3 Tipps, um mehr zu Sein und weniger zu Tun
00:13:08  - Tipp 1
00:14:20  - Tipp 2
00:15:37  - Tipp 3
00:17:21  - Abschluss
 

Zusammenfassung der Episode

Die Hauptursache dafür, dass wir uns in all unserem äusseren Tun verstricken, liegt gemäss der Philosophie des Kashmir Shivaismus darin, dass wir unsere wahre Natur vergessen haben. Diese wahre Natur ist perfekt und vollkommen und in ihr sind wir alle verbunden und eins.

Das Vergessen kommt dadurch zustande, dass wir uns zu sehr mit unseren Rollen (oder Verkleidungen und Masken) identifizieren und das so lange "spielen", bis wir uns eben nicht mehr erinnern, dass wir so viel mehr sind, als nur die Rollen, die wir im Leben einnehmen. In dem Moment fühlen wir uns auch nicht mehr verbunden mit unserem höheren Selbst oder dem höheren Bewusstsein und nehmen uns als getrennt von einer tieferen Quelle wahr.


Aus dem Vergessen oder der Trennung von der Quelle resultiert dann, dass wir uns auch als getrennt von Anderen wahrnehmen - und wir fangen an, uns mit den Anderen zu vergleichen. In der Regel haben wir immer das Gefühl, dass wir im Vergleich schlechter abschneiden und wir entwickeln noch zusätzliche Masken. Diese legen wir uns fortan an, in der Hoffnung, dass niemand unser "ungenügendes" Wesen erkennt. Wir verstellen uns so, wie wir denken, dass die Welt uns haben will. Damit entfremden wir uns zunehmend von uns selbst und vergessen, wer wir sind, was wir wollen, warum wir auf der Welt sind und was unser Seelenauftrag ist.


In der Folge passiert dann eine von zwei Möglichkeiten. Entweder wir resignieren und geben auf, weil wir glauben, eh nie gut genug zu sein. Das kann dann depressive Züge annehmen. Oder aber, und das ist viel häufiger, wir fangen an, uns über unsere Tätigkeiten zu definieren und tun mehr und mehr und mehr... um über unser Tun den Anderen zu beweisen, dass wir doch was wert sind. Wir erhoffen uns, dass die nächste Beförderung uns glücklich sein lässt, weil das ja bedeutet, dass wir Anerkennung bekommen. Wir sind sicher, dass wenn wir nur erst die nächste Ausbildung abgeschlossen haben, dann sind wir gut genug um dieses eine Herzensprojekt anzugehen... und, und, und... Damit gewinnt unser Leben immer mehr an Tempo, es geht immer höher, schneller & weiter und wir spüren gar nicht mehr richtig, was wir brauchen und was uns selbst eigentlich gut tut.


Dieses Konzept aus dem Kashmir Shivaismus nennt sich das Konzept der drei Malas oder Verschleierungen (mala heisst so viel wie Schlacke oder Staub... also das, was uns eine klare Sicht auf die wahre Natur der Dinge verschleiert). Da der Ursprung in unserer Handlungsverstrickung aus der Sicht im Vergessen unserer wahren Natur liegt, ist die Lösung demnach das Erinnern.

Und wenn du schon mal einen Schlüssel verlegt hat, dann weisst du vermutlich, dass die Tätigkeit des aktiven Suchens dir meistens nicht dabei hilft, den Schlüssel schneller zu finden. Stattdessen geht es einfacher, wenn du das Tun loslässt... und die Erinnerung dann ganz von allein kommen kann.



Und also wieder mehr ins pure Sein einzutauchen, gibt es nichts im Aussen, was wir tun können. Unseren Wert finden wir nicht im Aussen oder in der Anerkennung von Aussen. Die eigentliche "Arbeit" findet stattdessen im Inneren statt… letztlich geht es darum, tiefer zu schauen, langsamer zu gehen und uns somit selbst wieder näher zu kommen!


3 Tipps, um rauszukommen aus dem tun, und wieder einzutauchen ins pure sein

  1. Nimm dir täglich Zeit für dich
    Nimm dir jeden Tag mind. 30 Minuten um einfach nur um in Stille mit dir Selbst zusammen zu sein (noch besser wäre eine Stunde). Ohne Radio oder Fernseher. Ohne Handy. Ohne Social Media. Schalte, so gut es geht, alle äusseren Reize aus um nach Innen hören zu können.

    Das heisst nicht, dass du eine Stunde meditieren musst. Aber bleib in Stille, hör nach Innen, schreib deine Gedanken auf und schau, was aus der Tiefe deines Unterbewusstseins so hochkommt. Praktiziere Yoga oder geh im Wald spazieren, um dich mit der Natur zu verbinden… 
    Wenn du dir Zeit nimmst, nach innen zu hören und nach Innen zu schauen, kommen ganz viele Erkenntnisse, Einsichten und Antworten.

  2. Tu täglich eine Sache, NUR weil sie dir Spass macht
    Such dir eine Aktivität pro Tag, die du machst, rein aus dem puren Vergnügen heraus, das du erlebst, wenn du dir Zeit dafür gönnst. Zu oft tun wir Dinge nur noch, um damit etwas bestimmtes zu erreichen. Aber nicht mehr, einfach weil sie uns Spass machen. ​

    Spass und Freude sind energetisch gesehen, das Beste, was du tun kannst, um dir selbst und deiner wahren freudvollen Natur wieder näher zu kommen. 

  3. Entschleunige täglich einen Routineprozess
    Im Alltag bekommen wir häufig gar nicht mehr mit, was wir eigentlich den ganzen Tag durch so machen...  Daher nimm dir vor, jeden Tag mind. einen Routineprozess zu entschleunigen, um ihn wieder bewusster wahrzunehmen… Nimm dir z.B. den Prozess, wie du morgens aufstehst, ins Bad gehst, duschst, Zähne putzt, usw.… Wie achtsam bist du dabei? Wie bewusst weisst du in jedem Moment, was du gerade tust? Oder sind deine Gedanken schon wieder in alle Richtungen zerstreut?
    Durch das bewusste Entschleunigen fallen dir auch wieder viel mehr Dinge auf, für die du dankbar bist, weil sie gut funktionieren... oder du findest Dinge, die inzwischen überflüssig geworden sind und kannst dich davon verabschieden.

Wenn dir die Episode gefallen hat, diskutiere im Kommentarfeld unter dem Beitrag mit.

Lass mich wissen, wie du meine 3 Tipps umsetzt und welches deine persönlichen Geheimrezepte sind, um mehr zu SEIN und weniger zu TUN.

Was verändern die drei Tipps in deinem Leben?

Was hast du für dich mitnehmen können und was hat dich inspiriert?


Ich freu mich auf einen spannenden Austausch und auf unsere gemeinsame Reise zum wahren Selbst!

Deine Britta Kimpel

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Über Britta Kimpel

Britta Kimpel Administrator
Britta ist Psychologin, Coach für mehr Erfüllung im Leben & Business, sowie Yoga- und Embodimentlehrerin. Ihre Arbeit richtet sich an Menschen, die eigentlich schon alles haben, und sich trotzdem manchmal innerlich leer fühlen. Mit verschiedenen Angeboten (Coaching, Online-Kurse, Podcast, uvm.) unterstützt sie sie dabei, genau das wieder zu finden, was ihnen fehlt: die Verbindung zu sich selbst! So können sie dann ein wirklich erfülltes und zufriedenes Leben im Einklang mit ihrer Seele gestalten.

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