9. März 2024

Annehmen was ist – mit dieser Technik geht’s ganz leicht

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In diesem Blogartikel möchte ich dir aufzeigen, was es bedeutet, wirklich anzunehmen, was ist, warum es so wichtig ist, die Fähigkeit des Annehmens zu beherrschen und welche Rolle dein Nervensystem dabei spielt.
Außerdem verrate ich dir, wie es dir mit Hilfe einer einfachen Technik ganz leicht gelingt, Dinge anzunehmen.

Annehmen ist neben dem Verzeihen eine der größten Herausforderungen im Leben. Es gehört viel Mut dazu. Denn wir wollen oft nicht hinschauen, gerade wenn etwas besonders schmerzhaft ist. 

Wer ist schon gerne traurig, besorgt, neidisch oder wütend?
Oder wer akzeptiert schon gerne die eigenen Fehler?

Gegen solche Gefühle wollen wir oft ankämpfen, sie ignorieren und sie am liebsten unter den Teppich kehren, wo sie keiner mehr sehen kann.

Doch solche Verdrängungsstrategien funktionieren, wenn überhaupt, nur auf sehr kurze Sicht.



Was es bedeutet, etwas anzunehmen

Hier ist auf keinen Fall gemeint, alles stoisch hinzunehmen.
Es geht vielmehr darum, die Dinge ohne Filter, ohne Wertung zu betrachten, ohne sie gleich zu interpretieren und sie in eine Schublade zu stecken.
Es bedeutet auch, präsent zu sein und alles aus einer übergeordneten, neutralen Perspektive heraus zu betrachten. 

Dabei geht es nicht nur um Situationen und andere Menschen, sondern auch um uns selbst und unser gesamtes Sein als Mensch. Oft hat sich das Gefühl “nicht gut genug zu sein” in uns verankert und begleitet uns vielleicht schon seit Kindheitstagen. Du kannst lernen, Selbstmitgefühl zu entwickeln und dich mit all deinen (vermeintlichen) Schwächen und Stärken anzunehmen.

Ich weiß, das ist oft nicht leicht. Automatisch vergleichen wir Situationen und Erlebnisse mit bereits gemachten Erfahrungen, mit unseren Vorstellungen, wie die Dinge zu sein haben und was wir als wünschenswert empfinden oder ablehnen.

Und genau darin liegt die Schwierigkeit:
Wenn du etwas als negativ einordnest, erzeugst du unbewusst auch ein ablehnendes Gefühl dazu.
Und das macht es dann so schwer.

Ich sage oft: “Nichts ist ein Problem, bis du es zu einem machst.”

Verdeutlichen möchte ich dir das an einem Beispiel aus meinem eigenen Leben:
Ich sage ganz oft über mich selbst, ich bin faul. Das wurde mir auch häufig in meiner Kindheit gesagt. Und früher war das eine absolute Kränkung für mich, wenn mich jemand faul genannt hat. Es war schrecklich.
Heute ist es etwas, worüber ich ganz locker rede. Denn genau diese Faulheit hat mir dabei geholfen, mein Business mit Leichtigkeit zu generieren, weil ich immer schaue, was ich vielleicht noch weglassen oder effizienter gestalten kann.
Die Faulheit ist also nichts mehr, was ich als Problem ansehe. Ich habe sie vollständig angenommen. Sie gehört zu mir. 

Deshalb:
Wenn du Dinge so annehmen kannst, wie sie sind, ohne dagegen anzukämpfen, macht es vieles erstmal leichter.



Welchen Einfluss deine Nervensystem darauf hat, ob du Dinge annehmen kannst

Jetzt fragst du dich bestimmt, wie du es schaffen kannst, etwas anzunehmen und nicht zu einem Problem zu machen.

Denn das ist meistens erstmal leichter gesagt als getan. 

Ob du dir etwas zu einem Problem machst oder ob es dir eher leicht fällt, die Dinge so anzunehmen, wie sie sind, hängt vom Zustand deines Nervensystems ab.

Denn, wenn dein Nervensystem im Dauerstress ist, ständig in Alarmbereitschaft ist und überall Gefahr wittert, steckst du in einer Kampf- oder Flucht-Reaktion fest. Und in diesem Modus ist es so gut wie unmöglich, Dinge anzunehmen.
Deinem Nervensystem fehlt hierfür ganz einfach die Sicherheit.

Deshalb führt der Weg zum Annehmen und Loslassen über dein Nervensystem. Es geht darum, es zu regulieren und wieder in das Gefühl von Sicherheit zu bringen. So kannst du aus der Abwehrhaltung rauskommen und Dinge viel leichter annehmen.

Und das gelingt dir am besten, indem du übst, wertungsfrei zu spüren, was ist.
Wie dir das gelingt, erfährst du im nächsten Punkt. 

 

Mit dieser Technik lernst du ganz einfach, anzunehmen was ist und loszulassen

Der Weg zum Annehmen und somit auch Loslassen führt eben über dein Nervensystem.

Die Frage, die du dir jetzt wahrscheinlich aber stellst ist:
Wenn ich mich jetzt in einer Situation befinde, die mir wirklich nicht gefällt, wie gehe ich dann vor?

Hier empfehle ich dir die folgende Technik:

Atme tief durch und schaue dir alles erstmal aus einer neutralen Perspektive an. Werde zum Beobachter und stelle dir beispielsweise diese Fragen: 

  • Was passiert gerade mit mir?
  • Welches Gefühl kommt in mir auf?
  • Was macht es mit mir?
  • Wo in meinem Körper spür ich es?
  • Welche Gedanken kommen dazu auf?

Stelle dir bildlich vor, dass du die ganze Situation von außen betrachtest. Werde zu einem neugierigen Forscher. Denn, da wo Neugier ist, kann keine Bewertung mehr stattfinden. Du beurteilst automatisch nicht mehr, ob es gut oder schlecht ist, sondern du nimmst einfach nur wahr. 

Diese Technik schafft eine gewisse Distanz zu der jeweiligen Situation. Und schon allein diese Distanz ermöglicht es dir, dass dein Nervensystem ruhiger bleibt.

Und wenn du in diese Beobachterrolle schlüpfst, entsteht ganz automatisch etwas, das der Schlüssel für die Regulierung deines Nervensystems ist und es dir viel leichter macht, anzunehmen, was ist:
Spüren und Erlauben.

Je öfter du das übst, umso leichter fällt es dir mit der Zeit, anzunehmen, was ist und nicht mehr dagegen anzukämpfen.



Fazit

Anzunehmen, was ist, ist der wichtigste Schritt, um Dinge loslassen zu können und dein Nervensystem zu regulieren. Wenn du unangenehme Gefühle, Situationen oder Dinge nicht mehr ablehnst, kommst du aus einer Abwehrhaltung heraus, die dein Nervensystem in einen Kampf-Modus versetzt. 

Es bedeutet, alles, was aufkommt, erstmal da sein zu lassen, ohne es bewerten oder loswerden zu wollen und dann hinzuspüren und anzunehmen. Denn dann kannst du Dinge in deinem Leben, die du vielleicht vorher als negativ angesehen hast, integrieren und loslassen. 

Es geht also im Allgemeinen nicht darum, immer nur fröhlich zu sein oder vermeintlich negative Dinge aus deinem Leben zu verbannen, sondern darum, jedes einzelne Gefühl willkommen zu heißen, anzunehmen und zuzulassen. 

 
Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, hör dir gern auch folgende Podcast-Episoden an:

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